Was ist in einer Beziehung wichtig
8. Mai 2019
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Grundlagen einer Beziehung – Warum dein Beziehungsstress vorprogrammiert ist

 

Grundlagen einer Beziehung - Warum dein Beziehungsstress vorprogrammiert ist



Lesezeit ca.10min


Der Wunschzustand



Du lernst jemanden kennen, verabredest dich, triffst dich mit ihm oder ihr und es entsteht nach und nach eine Beziehung in der du dich so richtig wohlfühlst. In der Anfangszeit sprecht ihr über eure Zukunftspläne, gleicht sie miteinander ab, ob ihr auch wirklich zu einander passt und irgendwie fühlt sich die Verbindung zu deiner/m neuen Partner/in schon fast zu perfekt an. Kennst du dieses Gefühl?

Man kann sagen, ihr schwebt auf Wolke sieben und nichts auf der Welt kann Euch auseinander bringen. Nach einem halben Jahr oder vielleicht auch nach mehreren Jahren sieht das meist schon ganz anders aus. Gedanken wie: „Ist er/sie wirklich der/die richtige für mich!“ oder „Wir haben uns auseinander gelebt!“ sorgen gerade in Streitsituationen für unwohle Gefühle in dir, die dich zweifeln lassen.

Wo ist es hin, dieses Gefühl der Vollkommenheit als hätte man den perfekten Partner gefunden. Woher kommen die immer wiederkehrenden Probleme in deiner Beziehung. Ständig dieser Kampf, wodurch Ärger, Frust und Enttäuschung über deinen Partner entsteht. Verzweiflung macht sich in deiner Beziehung, Partnerschaft oder Ehe breit und irgendwie hast du keine Ahnung wie es weiter gehen soll oder was du noch ändern kannst damit sich deine Beziehung wieder glücklich anfühlt.

Um zu verstehen, warum sich eine Beziehung ab einem bestimmten Zeitpunkt mehr schlecht als recht anfühlt, muss man sich die Grundlagen einer Beziehung auf emotionaler Ebene anschauen.

Kennst du deine tiefsten Herzenswünsche?




In jedem von uns schlummert der tiefe Wunsch nach einer perfekten Beziehung voller Liebe, Anerkennung und Wertschätzung. Dieser Wunsch hat auch seine Berechtigung, denn es sind unsere tiefsten Herzenswünsche, die tief in dir gelebt werden wollen, da sie uns von Natur aus gegeben wurden.

Wenn du dir jetzt einen Moment Zeit nimmst und die vielen Sorgen des Alltages einfach mal zur Seite schiebst, wirst du fühlen, wie sich dieses Gefühl in dir hervorhebt und nach Beachtung sehnt. Doch im Trouble des Alltags verdrängen wir dieses Gefühl, wir ja so viel zu erledigen haben.

Dieser Wunsch äußert sich bei den meisten Menschen immer wieder, meist sogar in regelmäßigen Abständen, in einem unbewussten Verlangen „glücklich sein“ zu wollen

Nur die Welt um uns herum gibt uns dieses Gefühl nicht. Zumindest nicht langfristig. Es fühlt sich eher wie ein Kampf an, bei dem wir immer verlieren. Der Grund für diesen Kampf liegt darin, dass wir im Außen nach dem „glücklich sein“ suchen, statt auf unsere innere Stimme zu hören. Unsere innere Stimme erzählt uns wonach wir uns wirklich sehnen.


Liebe, Anerkennung und Wertschätzung.

Dieses Trio sehnt sich nach Aufmerksamkeit und Beachtung. Fast so, wie ein unersättliches Hungergefühl, dass nach immer mehr verlangt. Kaum haben wir von unserem Umfeld etwas Anerkennung oder Wertschätzung erhalten, wollen wir mehr. Ein Kreislauf der dir auf Dauer die Kraft nimmt und deinen Beziehungsalltag schwer und träge erscheinen lässt.

Darf ich dir eine Frage stellen?

Warum suchst du diese Akzeptanz und Bestätigung im außen, in deinen Mitmenschen und in deiner Beziehung und ignorierst deine innere Stimme?


Dein Wertesystem



Hast du dich schon mal gefragt, woher deine Vorstellungen kommen. Woher weißt du, was dir wichtig ist. Was dir etwas bedeutet. Ob es etwas Emotionales ist, wie: „Dein Partner soll dir treu bleiben und nicht fremdgehen!“ oder etwas Materielles, wie ein bestimmtes Buch zu lesen, ein bestimmtes Telefon zu benutzen, das Haus usw..

Woher kommen diese Vorstellungen, die unbewusst dein ganzes Leben bestimmen und uns in eine Art Abhängigkeit gefangen hält. Um diese Frage zu beantworten möchte ich dir folgendes Beispiel geben.

Stell dir vor, du bist der einzige Mensch im ganzen Universum, (was ganz schön langweilig wäre :-)), wie würde deine heutigen Vorstellung ausschauen, also nach welchen Kriterien würdest du dich beispielsweise kleiden. Woher wüsstest du, dass deine Beziehung gut oder schlecht ist? Was wäre für dich sauber oder schmutzig. Was schnell oder langsam? An welchen Maßstäben orientierst du dich. Welche Werte wären dir als alleiniger Mensch im Universum wichtig?

Wärst du der einzige Mensch im Universum, dann hättest du heute sicherlich andere Werte dir die wichtiger sind und zwar deine inneren Werte. Du hättest heute keine Verbindung, um deine Werte im Außen zu suchen. Du kennt sicherlich das Sprichwort: „Auf die inneren Werte kommt es an!“. Solche Sätze symbolisieren, im Grunde genommen die Wahrheit des Lebens. Nur lesen wir sie meist, nur ohne wirklich deren Bedeutung zu verstehen.


Der einzige Mensch im Universum



Als einziger Mensch im Universum würde ich nie auf die Idee kommen von anderen Menschen nach Liebe, Anerkennung und Wertschätzung zu betteln. Denn unbewusst machen wir das den ganzen Tag. Statt auf uns selbst zu schauen, sind wir die meiste Zeit damit beschäftigt, bei anderen das zu suchen, was wir durch unsere gesellschaftliche Erziehung aberzogen bekommen haben. Durch unsere Erziehung ignorieren wir die ganze Zeit unsere innere Stimme. Eltern, Lehrer, Freunde und Bekannte sowie Kollegen haben uns deren Werte vorgelebt und vermittelt. Wir haben sozusagen deren Werte unbewusst übernommen und denken. „Wir leben unser eigenes Leben nach unseren Vorstellungen!“.

Wir wurden uns sozusagen selbst aberzogen und haben bestimmte Verhaltensmuster aller Menschen angenommen mit denen wir im Leben je zu tun hatten. Diese Verhaltensmuster, auch besser bekannt als Gewohnheiten lassen uns heute im Leben verzweifeln und stehen uns zum „glücklich sein“ im Weg. Egal ob du Probleme in deiner Beziehung, auf der Arbeit, im Freundeskreis oder anderen Bereichen deines Lebens hast, du hast diese Probleme von den anderen übernommen und das ohne wir es heute wissen. Wir leben so ein Leben der anderen.

Man hat uns nie gezeigt, wie man sich selbst liebt und akzeptiert. Vielmehr suchen wir diese Liebe und Akzeptanz in den Menschen, die unser unmittelbares Umfeld bestimmen. Viele Jahre wurde uns gesagt was wir tun und lassen sollen. Wir haben so die Identität anderer Menschen angenommen und unsere innere Liebe und Wertschätzung für die Wertvorstellungen anderer aufgegeben nur weil man uns gesagt hat, was für uns richtig oder falsch sein soll.

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In Abhängigkeit geboren



Als Kinder sind wir noch Abhängig von unseren Eltern und das führt dazu, dass wir uns meist ihren Regeln unterordnen müssen. Wenn wir als Kind etwas tun wollten, was uns Spaß macht, ob das spielen ist, wenn man gerade los möchte oder sich den Grashüpfer auf der Straße anschaut, werden wir als Kind meist von unseren Eltern ungeduldig gedeckelt. „Komm jetzt – wir haben keine Zeit!“, „Muss das jetzt sein?“. Das geschieht viel zu oft durch unliebsame Floskeln und Phrasen, die unsere Eltern letztendlich auch von ihren Eltern übernommen haben. Solche Reaktionen der Eltern enthalten weder Liebe noch Verständnis.

Als Kind wird uns dadurch die Liebe entzogen die wir zum Überleben brauchen. Ein Mensch kann ohne Liebe nicht existieren. Das mangelnde Verständnis der Eltern führt dazu, dass wir als Kind uns nicht verstanden fühlen und uns solchen Situationen anpassen müssen. Und das nur, weil es gerade nicht in die Pläne der Eltern passt.

Da ein Mensch ohne Liebe nicht existieren kann haben wir uns unbewusst angewöhnt, selbst in den negativsten Situationen, ein kleines Stückchen Liebe und Anerkennung zu erfahren. Auch wenn wir dafür die neue Couch mit Schokolade beschmutzten oder wieder in die Hosen gemacht hatten.

Dieses Aufmerksamkeits- und Verständnisdefizit entwickelt sich im Laufe unseres Heranwachsens zum Erwachsenen, als unbewusste Bettelei nach Liebe, Anerkennung und Wertschätzung in allem was wir heute tun. Hast du schon mal auf dich selbst geachtet. Wie oft erzählst du von dir, gerade in Gesprächen mit Kollegen, Freunden oder Familienmitgliedern. Achte mal auf den Inhalt deiner Aussagen, was du alles hast, was du weißt, dass dein Sicht der Dinge besser ist als die der anderen, oder, oder, oder.

Wenn man das was man sagt, mal bewusst wahrnimmt, wird man feststellen, dass fast alles was du sagst,

- nach Bestätigung: (Ja, das hast du toll gemacht!),
- nach Anerkennung: (Das ist toll!),
- und Wertschätzung: (Du siehst heute wieder gut aus!)


bettelt.

Egal ob das die neue Frisur, oder die neue Bluse oder die neue Handtasche ist. Unbewusst suchst du dadurch nach Aufmerksamkeit. Und wenn deinem Partner, deine neue Frisur nicht auffällt und dir kein Kompliment entgegen bringt, dann ist er Schuld, weil er nicht so aufmerksam ist wie du es dir erhofft, vorgestellt und erwünschst hast. Diese Erwartungshaltung kann von keinem anderen Menschen erfüllt werden, außer von dir selbst, da niemand in deine Gedanken schauen kann und weiß welche Vorstellung du von genau dieser Situation hast.


Durch diese anerzogenen und unbewussten Gewohnheiten befinden wir uns in einem Zustand der Verlorenheit. Wir wissen gar nicht warum das so ist und woher es kommt. Wir wissen nur, dass es uns nicht glücklich macht. In dieser Verlorenheit lernen wir den Hunger nach „glücklich sein“, im Außen zu suchen und viel zu oft durch materielle Dinge.

Wir bilden uns ein, unsere neue Sonnenbrille macht uns zu etwas besonderen. Unser gesellschaftlicher Status hebt dich von den anderen ab. Wenn du ehrlich zu dir selbst bist, kannst du weder Liebe noch Anerkennung kaufen. Von der Zeit die du währenddessen verschwendest mal ganz abgesehen. Wahre Liebe befindet sich in dir, du musst es nur zulassen.

Nichts im Außen stillt unsere inneren Bedürfnisse, sondern lindert nur den Schmerz für eine Weile, so wie das Heroin beim Drogenabhängigen zu einer vorübergehenden Phase der Schmerzunempfindlichkeit führt. Wir denken dieses Verhalten gibt uns ein Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit. Aber die Wahrheit ist: Wir leben in einer Zeit der Abhängigkeit – wir sind an Süchte gebunden. Auch wenn es nur eine Sucht nach Liebe ist. Wenn Menschen versuchen, ihre inneren Bedürfnisse durch das Wertesystem anderer Menschen zu befriedigen, werden sie zunehmend ausgehungert und verlieren jede Achtung vor sich selbst.


Gibt es eine Lösung?



Was ist dann die Lösung unseres kollektiven Problems?

Der erste Schritt besteht darin seine Gewohnheiten zu erkennen. Denn unsere Gewohnheiten sind das was uns heute im Wege steht. Sicherlich es gibt auch Gute Gewohnheiten, nur in diesem Fall konzentrieren wir uns auf die Gewohnheiten die dich verzweifeln lassen.

Unsere Gewohnheiten basieren auf allen Menschen mit denen wir je im Leben zu tun hatten. Alles was wir heute sind, hat den Ursprung in dem Denken und den Meinungen anderer, die wiederum auf den Erfahrungen der Vergangenheit aufbauen.

Wenn wir verstehen wollen, warum sich deine Beziehungsprobleme immer und immer wiederholen, müssen wir darauf schauen, wie wir uns gegenüber anderen Verhalten. Eine Situation hat immer zwei Seiten, eine Gute, die so verläuft wie du es dir vorstellst, oder eine schlechte in der deine Erwartungshaltung nicht erfüllt wurde.


Schaue auf Dich



Was kannst du, im Falle einer schlechten Situation tun? Hier hast du zwei Möglichkeiten.

1. Du kannst dich darüber aufregen, dass dein Partner wieder nicht nach deinen Wünschen und Vorstellungen gemacht hat und wirst am Ende vielleicht zu dem Entschluss kommen, dass ihr wohl nicht mehr zueinanderpasst passt, da dein Partner sich ja angeblich nicht mehr für dich interessiert.

2. Du kannst auf dich selbst schauen, statt deinem Partner mit Anschuldigungen und Vorwürfen verbal zu bewerfen. Halte in Situationen, in denen du Wut und Unverständnis fühlst einfach an, das heißt, bevor du antwortest, nehme dich einen Moment aus dieser Situation heraus und schaue ob du deinem Partner viel lieber mit Verständnis entgegenbringst. Dein Partner macht ja nicht das, um dich zu ärgern. Vielleicht ist er mit den Gedanken ganz wo anders, vielleicht ist heute auf der Arbeit etwas Schlimmes passiert und er weiß nicht wie er es dir erzählen soll.


Statt deinen Partner verbal anzugreifen und ihn zu beschuldigen und zu verurteilen, bringe ihm einfach das Verständnis entgegen, dass du dir selbst wünschst. Wenn wir wieder anfangen auf uns selbst zu schauen, inwiefern wir für diese Situation selbst verantwortlich sind, wird sich deine Beziehung auch wieder zum positiven verändern.

Unsere Erziehung ist wie sie ist. Das was wir in unsere Erziehung gelernt haben und was uns bis heute geprägt hat können wir nicht mehr ändern. Was wir ändern können ist das Hier und Jetzt. Zum Beispiel kannst du diese Zeilen des Blogbeitrages für völligen Blödsinn halten und denken: „Ja, so ein Quatsch!“ – und das wäre auch O.K. wenn du so denkst, nur beschwere dich nicht über andere, das sie nicht das tun, was du willst, wenn du es noch nicht einmal selbst schaffst, das zu tun was du willst.


Mein Tipp für Dich



Beginne bei dir selbst, lebe bewusst und schaue auf deine Gewohnheiten. Gerade in Situationen die nicht wie gewünscht verlaufen, haben wir immer zwei Möglichkeiten zwischen denen wir wählen können. Immer wenn du dich aufregst, nimm dir einen Moment und schaue, was du in dieser Situation ändern kannst.

Solltest du Hilfe benötigen oder Fragen haben, so kannst du dich über mein Kontaktformular melden oder du bewirbst dich auf ein kostenloses Coaching-Gespräch mit mir.

Herzlichst, dein Nico

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Wer schreibt hier eigentlich?


Nico Schmidt ist ausgebildeter Tischler und erlangte den akademischen Abschluss im Bereich der Erwachsenenbildung. Nachdem er die Welt nicht mehr so erleben wollte, wie sie ihm vorgesetzt wurde, entschloss er sich, Menschen dabei zu helfen, wie sie ihre Beziehungen wieder glücklicher, harmonischer und erfüllter gestalten können. Da jeder Mensch auf dieser Welt das Gefühl der wahren Liebe erfahren sollte.

Momentan entdeckt er die Welt und glaubt an das Gute im Menschen. Nico spricht davon, dass alle Menschen wieder die Liebe zu sich selbst entdecken sollten, weg von: Was können mirr andere Menschen geben, hin zu: Was kann ich anderen Menschen geben damit Leid und Habgier auf unserer Welt verschwinden.

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